
Ein Tests nach dem europäischen EuroNCAP-Protokolls ist für das CLEVER Fahrzeugkonzept ungeeignet, da die Vorschriften eine 40%ige Überdeckung des Fahrzeuges mit einer deformierbaren Barriere fordern.
Eine Überdeckung kann aufgrund der Fahrzeuggeometrie mit nur einem Vorderrad nicht verwirklicht werden. In der Realität wäre ein seitliches Entlangrutschen des CLEVER Fahrzeuges am Unfallgegner wahrscheinlicher.
Beim Aufprall auf eine feste Wand kann der Selbstschutz realistischer eingeschätzt werden. Aus diesem Grund wird der Frontalaufprall nach den USNCAP-Normen durchgeführt. Hierbei prallt das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 56 km/h mit
100 % Überdeckung auf eine starre Wand.
Seitenaufprall nach EuroNCAP-Standard
Ein mit einer deformierbaren Struktur ausgestatteter Stoßwagen wird mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h in die Fahrerseite des Autos gefahren. Die Masse des Wagens beträgt 950 kg.
Beim CLEVER spielt aufgrund der symmetrischen Position des Fahrersitzes die Richtung des Aufpralles keine Rolle, d.h. es können Tests von links (Einstieg) und von rechts (starre Struktur) durchgeführt werden.
Das Testverfahren wird so ausgelegt, daß die Barriere lediglich die Kabine und nicht den Fahrschemel mit den Rädern trifft. Damit ist gewährleistet, daß die gesamte Aufprallenergie von der Überlebenszelle aufgenommen werden muß.
Heckaufprall
Es gibt keine Regeln für das Vorgehen beim Aufprall von hinten, trotzdem wird das CLEVER Fahrzeug auch in diesem Zusammenhang per numerischer Simulation überprüft. Ziel ist, das Eindringen von Motorenteilen in die Fahrgastzelle zu verhindern.
Überschlag
Die Festigkeit der Dachstruktur wird mit der Erfüllung der Vorschriften vom Bundesamt für Straßenwesen (BAST) sichergestellt.
Nach dieser Vorschrift, der 8. Ausnahmeverordnung zur StVO, wird der Dachrahmen mit einer statischen Last von 22 kN (2 Tonnen), beaufschlagt. Der Test gilt als bestanden, wenn die Deformationen ein bestimmtes Maß nicht überschreiten.
Fußgängersicherheit
Die Geometrie der Vorderfront des CLEVER Fahrzeuges und somit die Kinematik eines Fußgängerunfalls unterscheiden sich erheblich von der Geometrie eines herkömmlichen PKW’s. Deshalb können die Testverfahren nach EuroNCAP und EEVC WG18 nicht die erwartete, reale Unfallsituation darstellen.
Die Fußgängersicherheit wird durch numerische Simulation mit der Software MADYMO beurteilt. Hierbei wird ein Frontalaufprall von CLEVER gegen einen Fußgänger bei 40 km/h dargestellt.
Die Bewertungskriterien beinhalten die mechanischen Belastungen auf Kopf, Hals und Beine des Fußgängers.